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Nachrichten : Berlin : Bezirke
7.03.2001
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Messegelände
Hochhaus mit Betten statt Büros
Neuer Investor plant Hotel am Messedamm
Alter Entwurf sah Bankzentrale vor
Cay Dobberke
Für ein geplantes Hotelhochhaus und eine fünf- bis sechsgeschossige
Randbebauung am Messedamm 1 / Ecke Kaiserdamm gibt es neue Investoren,
die zur Jahresmitte mit den Arbeiten beginnen wollen. Das bestätigte
gestern der Architekt Eike Becker. Ursprünglich hatte er
das 19-geschossige Hauptgebäude Mitte der 90er Jahre als
Zentrale der Berliner Volksbank entworfen. Dann aber zog diese
an den Potsdamer Platz, und das Gelände blieb eine Brache.
Das runde Hochhaus solle ein 350-Betten-Hotel der Kategorie "drei
bis vier Sterne" aufnehmen, sagte Becker. Es gebe "intensive
Gespräche mit zwei möglichen Betreibern" und weitere
Interessenten. In dem Gebäude ist auch ein 6000 Quadratmeter
großes Fitness- und Wellnesszentrum mit Schwimmbad und Sauna
geplant. Die Nachbarbauten am Grundstücksrand sind für
Büros, Läden und Wohnungen gedacht.
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Der französische Künstler Jean Ipoustéguy ging
als Preisträger aus einem internationalen, engeren Wettbewerb
hervor und erhielt den Auftrag, die von ihm eingereichte Skulptur
"Ecbatane" entsprechend der neuen Situation und der
Dimension des Vorplatzes zu überarbeiten. Der Künstler
schuf eine völlig neue Umsetzung seiner ursprünglichen
Idee auf die örtliche Situation und interpretierte die neue
Skulptur als den "Menschen an sich", der seine Stadt
baut, die vor ihm ausgebreitet liegt und an der die Bauarbeiter
noch arbeiten.
Spezifische örtliche Bezüge zu Berlin werden hergestellt
durch die bugsprietartig vorspringende, von Seenplatten durchbrochene,
schwebende Ebene vor der etwa 6,60 m hohen Figur. An der Unterkonstruktion
dieses Plateaus, die sich in ihrer Ausbildung an den Elementen
des Funkturms orientiert, lehnen als spezifische Berlinsymbole
einmal der Berliner Bär, der einen Kienapfel zu den Bauarbeitern
emporreicht, und einer Wiedergabe der Altberliner Figur des Eckenstehers
Nante mit den Gesichtszügen des Künstlers.

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