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Das Hochhaus und sein Umfeld

Begriffe

Skyscraper
ursprünglich Bezeichnung für besonders hohen Zylinderhut, die in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts auf Hochhäuser übertragen wurde

Skyline
ab etwa 1908 benutzter Begriff zur Bescheibung der New Yorker Stadtsiluhette

Cathedral of Commerce
Prädikat, zuerst 1913 dem gotisierenden Woolworth Builduing NY zuerkannt. Es verbindet die Größe und Anstrengung des Hochhausbauens mit den geistlichen Vorfahren in der Baukunst, und beschwört die Großartigkeit der Kirchenbauten als Vorbild der Turmbauten der kapitalistischen Gesellschaft. Seinen Gipfel findet der Gedanke in der Idee in New York eine "Kathedrale der durch Arbeit die Welt erobernden Menschenenergie" zu bauen. (1931)

Phalluskult
Potenz, Erektion, Manneskraft sind die uralten Bilder, das Gleichnis die der Turm als Vorbild seiner Form in allen Kulturen in sich trägt. So ist das Hochhaus von heute noch immer das Symbol für die beherrschenden gesellschaftlichen Kräfte. Nur diejenigen, die diese Kräfte haben, oder besser: brauchen, sind berit die Kosten zu tragen, die ein 'standesgemäßes' Hochhaus mit sich bringt.

Maschine zum Geldverdienen oder Subventionsfall
Dazwischen liegt aus sicht des Kapitalisten die Grenze des Sinnvollen.

Block, Scheibe und Turm

Man differenziert drei Arten von Hochhäusern:

  • Ein Block nähert sich in seinen drei Dimensionen einem Würfel an. Eventuell vorhandene Innenhöfe oder Einschnitte bleiben dabei im Allgemeinen unberücksichtigt.
  • Eine Scheibe ist ein Körper bei dem Breite und Höhe deutlich mehr ald das Doppelte der Tiefe erreichen. Eine liegende Scheibe hat eine größere Breite als Höhe, eine Stehende entsprechend umgekehrt.
  • Ein Turm hat einen polygonalen, quadratischen oder runden Grundriss. Er kann konisch, parallel oder gestuft aufragen und hat mindestens die doppelte Höhe im Vergleich zu seiner Breite.

In der Praxis lassen sich jedoch mannigfaltige Übergangsformen finden, die sich nicht einfach in eine der Kategorien einordnen lassen. Zudem sind in Zukunft neue, organische Formen zu erwarten, die sich einer derartige Einordnung widersetzen werden.

 

 

   
   
   

Quellen:

Literatur

  • Einführung Städtebau - Arbeitsmaterialien
    Städtebauliches Institut der Universität Stuttgart, Stuttgart 1994
  • Martin Wentz: Die Kompakte Stadt
    campus Verlag, FFM 2000
  • Ramesh Kumar Biswas: Metropolis Now!
    Springer Verlag, Wien 2000

Quellen und weiterführende Links im Netz: